Bundesliga: Der 5. Spieltag

Gerald Maurer am 2012-08-19

Günther Friesenbichler traf nach seiner Einwechslung drei Mal und sorgte für die ersten Punkte Wiener Neustadts

Verrückte Partie in der Südstadt. Wiener Neustadt, dank Friesenbichler mit den ersten Punkten und der WAC bleibt zuhause weiter tor- und punktlos. Außerdem fährt Rapid einen ungefährdeten Sieg gegen Sturm ein und bleibt Tabellenführer. Zwei Spieler trafen dreifach.

Rapid Wien 3:0 Sturm Graz
Burgstaller 15., Alar 57., Hofmann 70..

Nach dem fulminanten 4:1 Sieg gegen den WAC ist Sturm Graz wieder am Boden der Tatsachen angekommen. Gegen den Tabellenführer aus Wien hatten die Grazer kaum Chancen und verloren klar und deutlich mit 3:0. Peter Hyballa agierte wieder mit vier gelernten Stürmern, doch das ging gegen die, ebenso offensiv agierenden Hütteldorfer in die Hose. Burgstaller brachte die Rapidler nach 15 Minuten in Führung. Vor 17.000 Zuschauern waren es dann Deni Alar  und Kapitän Steffen Hofmann die in der zweiten Hälfte für den Endstand sorgten, weil die Sturm-Abwehr zu offensiv stand. Am Ende ein verdienter 3:0 Erfolg für das Team von Peter Schöttel, das damit nach fünf Runden bei 12 Punkten hält. Sturm bleibt weiter mit sechs Punkten auf Rang sieben.

HIER gibt es den Liveticker zum Nachlesen.

HIER gibt es die Teamchecks. 

Admira Wacker 4:4 RB Salzburg
Hosiner 15., Sabitzer 37., Hosiner 45., Schicker 80.; Nielsen 45+1, 46., 56., Maierhofer 77..

In der bis hier hin kuriosesten Begegnung der fünf Bundesliga-Runden trennen sich Admira Wacker und Red Bull Salzburg 4:4. Beide Teams starteten sehr offensiv in die Partie und fanden schon in der Anfangsphase gute Chancen vor. Nach einem von mehreren schweren Abspielfehlern in der Salzburg-Verteidigung (Douglas, Sekagya) war es in Minute 15 Jezek, der Hosiner in Szene setzte. Der junge Admiraner nutzte seine dritte Großchance zum 1:0. Der Admira-Stürmer war der Mann der ersten Hälfte. Nach 37 Minuten köpfte er nach Jezek-Flanke auf Sabitzer- 2:0 und nur acht Minuten später traf er aus kurzer Distanz zum auch in der Höhe völlig verdienten 3:0. Doch eine kurze Unkonzentriertheit in der Nachspielzeit brachte den Salzburgern noch den Anschlusstreffer. Den erzielte ebenso wie das 3:2 nur 50 Sekunden nach Wiederanpfiff der junge Norweger Havard Nielsen. Er machte seinen Hattrick nur zehn Minuten später perfekt. Im Übrigen bereitete Valon Berisha alle drei Treffer seines Landsmanns vor. Ein toller Doppeltransfer für die Salzburger. Nach dem 3:3 hatten beide Mannschaften Chancen auf die Führung. Windbichler und Maierhofer trafen nur die Latte. Doch in Minute 77 war es dann "Der Lange" der Tischler gefühlvoll überwand und zur erstmaligen Führung der Mozartstädter traf. Nur vier Minuten später traf der nur Sekunden davor eingewechselte Rene Schicker aber zum Ausgleich. Am Ende ein verdientes Remis, da sich die Salzburger nach einer miserablen ersten Halbzeit gut erfingen und in Hälfte zwei das bessere Team war.

 

Wolfsberger AC 0:1 SV Mattersburg
Seidl 72.

Wieder kein Heimtor, wieder kein Heimpunkt, doch diesmal stimmte im Gegensatz zu den Spielen gegen Austria und Salzburg auch die Leistung nicht wirklich. Zwar war man in der Anfangsphase wie üblich sehr druckvoll, doch zu richtigen Chancen kamen die Kärntner nicht. Außer Manuel Kerhe, der nach wenigen Sekunden schon das 1:0 auf dem Kopf hatte. Danach stand Schiedsrichter Eisner im Mittelpunkt des Geschehens, zunächst gab er ein Tor von Solano richtigerweise nicht, danach wurde Baldauf im Strafraum gehalten. Hier lag er mit seiner Entscheidung weiterzuspielen allerdings daneben. In Halbzeit eins war das Spiel eher mäßig, trotzdem hatte der Aufsteiger mehr vom Spiel. In der zweiten Hälfte drehten die Gäste aus Mattersburg aber auf. Franz Lederers Team war aber nicht vom Glück verfolgt. Innerhalb von nur sieben Minuten trafen die Burgenländer dreimal Aluminium. Nenad Bjelicas Team war nur mehr selten vor dem Tor, brachte kaum noch Chancen zu Stande und so war das 1:0 von Manuel Seidl in Minute 72 völlig verdient. Der Mittelfeldakteur der Gäste bezwang Dobnik mit einem schönen Direktschuss aus etwa 16 Metern. Am Ende versuchte der WAC noch einmal alles. Falk vergab in Minute 93 noch einmal die Riesenmöglichkeit auf den Ausgleich. Mattersburg bleibt mit diesem am Ende verdienten Dreier weiter vorne mit dabei. WAC ist nach drei Niederlagen in Serie nun punktgleich mit Wiener Neustadt und Innsbruck Achter.

 

Wacker Innsbruck 2:3 Wiener Neustadt
Wernitznig 11., Perstaller 57.; Friesenbichler 55., 66., 78..

Im Tabellenkeller ging es zwischen dem Neunten Innsbruck und dem Zehnten Wiener Neustadt die ansteigende Form beizubehalten. Denn die Tiroler punkteten am letzten Spieltag erstmals. Wiener Neustadt schoss die ersten Tore. Doch das Spiel war an Fehlern kaum zu überbieten. Kaum Torchancen, wenig Kombinationen, ein echter Abstiegslkampf bot sich den 4.200 Zuschauern am Tivoli. Einziges Highlight war Christopher Wernitznigs Tor zum 1:0. Der junge Kärntner traf aus etwa 25 Metern genau ins Kreuzeck. Zur Pause kam es dann aber gan schlimm für die Tiroler. Heimo Pfeifenberger brachte Günther Friesenbichler ins Spiel, und der Joker traf - dreimal. Nach dem abermaligen Führungstreffer durch den eingewechselten Perstaller drehte der Stürmer die Partie zu Gunsten der Niederösterreicher, die sich nun punkt- und torgleich mit Innsbruck die rote Laterne teilen.

 

SV Ried 0:1 Austria Wien
Grünwald 84..

Die Wiener Austria zieht mit einem glücklichen 1:0-Erfolg bei der SV Ried mit Tabellenführer Rapid gleich. Die Veilchen holten bei brütender Hitze in der Keine-Sorgen-Arena ihren dritten Auswärtssieg und halten nun bei zwölf Punkten. Die Rieder hingegen kassierten nach dem 0:2 gegen den WAC hingegen schon die zweite Heimniederlage. Dennoch bleibt man mit neun Punkten auf Rang fünf der Tabelle. Das goldene Tor gelang Alexander Grünwald fünf Minuten vor Schluss. Ried war das ganze Spiel über das aktivere Team, auch wenn es ihnen schwer fiel bei dieser Hitze ein gutes Spiel zu zeigen. Am Ende stehen jedoch glückliche drei Punkte auf der Habenseite der Violetten. In einem sehr schwachen Spiel, wo es vor allem an Bewegung und Präzision haperte, geht also Austria als 1:0 Sieger vom Platz.

HIER gibt es den genauen Spielbericht.