Spielbericht: SV Ried 0:2 Wolfsberger AC
Gerald Maurer am 2012-07-29- Geschrieben von Gerald Maurer

HISTORISCH!
Der WAC war zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zu einem Bundesligaauswärtsspiel gefahren, und mit nachhause sollten sie den ersten Bundesligadreier bringen. Mit einem 2:0 bei Europacupfighter SV Ried gelang den Kärntnern ein doch überraschender Erfolg.
Von Beginn an gutes Tempo!
Beide Teams hatten nicht die gewohnte Spielpause, und dennoch begann das Spiel flott. Während die Gastgeber erst am Donnerstag gegen den weißrussischen Vertreter aus Soligorsk mit einem müden 0:0 eine Runde weiterkamen kassierten der Gast aus Wolfsberg eine bittere 0:1 Niederlage gegen die Wiener Austria. Doch beide Mannschaften begannen mutig und offensiv.
Bereits in den ersten drei Minuten waren die Gäste brandgefährlich. Zunächst köpfte ein Rieder beinahe ein Eigentor, kurz danach lief der für Falk neu ins Team gekommene Ruben Rivera alleine auf Gebauer zu und schlenzte den Ball am Keeper vorbei, doch die Stange rettete für den letztjährigen Cupfinalisten.
Nach und nach kamen die Rieder immer besser ins Spiel, und etwa ab der 20. Minute waren sie auch das dominierende Team. Guillem vergab einige gute Möglichkeiten, Hinum kam einen Schritt zu kurz. Das 1:0 für die Gastgeber in der gut gefüllten "Keine Sorgen-Arena" lag in der Luft. Doch mit der beinahe letzten Aktion die größte Chance der ersten Halbzeit. Wieder läuft Rivera alleine auf den Keeper, doch aus knappen 15 Metern vergibt er kläglich und schießt den Ball weit übers Tor.
Alles in allem ein verdientes Pausenremis, obwohl die Rieder zwar das Spiel kontrollierten hatte der WAC nämlich die besseren Chancen.
Zweite Hälfte, erstes Tor!
Ried kam entschlossen aus der Pause, es schien als würden sie an ihre Leistung und an den ausgeübten Druck vor der Pause anknüpfen, doch plötzlich der Schock für die Oberösterreicher. Nach einem Liendl-Freistoß köpft Solano, der für Thonhofer in der Startelf stand (Sollbauer rückte nach außen), den Rieder Reifeltshammer an, von dem prallt der Ball unhaltbar für Gebauer genau in der Ecke, das historische erste Bundesligator für den Aufsteiger und die Führung fünf Minuten nach Wiederanpfiff.
Kurze Zeit war Ried geschockt, doch dann kamen sie wieder mit Angriffen, vor allem über die rechte Seite, auf der Markus Grössinger sein Debüt feierte. Grössinger setzte viele Akzente, war wohl Rieds bester. Vergab aber auch die ein oder andere gute Möglickeit.
Doch wieder als es so schien als würde der Gastgeber bald treffen war der WAC da. Einen mustergültiger Konter über Jacobo-Rivera-Jacobo-Rivera-Stückler-Liendl schloss der Ex-Austrianer mit einem überlegten Schuss ins Eck ab. Die Vorentscheidung.Dabei sollte der Kärntner Vorlagengeber Stückler allerdings schon durch De Paula ersetzt werden, gut für den Gast, das die Anzeigentafel noch nicht parat war.
Ried versucht alles!
Doch der letztjährige Tabellen-Sechste gab nicht auf. Immer wieder ergaben sich Einschussmöglickeiten. Die große Möglichkeit fand man aber erst in der Nachspielzeit vor. Der eingewechselte Carril scheiterte aber abermals am sehr guten WAC-Keeper Christian Dobnik.
Das letzte Kuriosum gehörte Nenad Jovanovic. Der Innenverteidiger des WAC klärte bereits gegen die Wiener Austria zweimal kurz vor bzw. auf der Linie auch diesmal verhinderte er ein sicheres Gegentor. In der 93. Minute warf er sich nochmals in einen Schuss der bereits am geschlagenen Dobnik vorbei in Richtung Tor unterwegs war. Somit verhinderte er das seine Mannschaft vom vierten auf den fünften Tabellenplatz zurückfällt. Auch wenn es in dieser Phase der Meisterschaft wohl egal wäre.
In der zweiten Hälfte war die SV Josko Ried das klar spielbestimmende Team, doch sie nutzten ihre Chancen nicht. Der WAC kam in der zweiten Hälfte kaum mehr zu Chancen, zwei von drei nutzten sie allerdings eiskalt.
Fazit:
In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel mit Vorteilen für die SV Ried geht der Aufsteiger aus Wolfsberg etwas glücklich als Sieger hervor. Beide Mannschaften vergaben in der ersten Hälfte große Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit nutzte der WAC eine Standardsituation zur Führung, die durch einen Konter zum 2:0- Endstand ausgebaut wurde.
SV Josko Fenster Ried spielte mit:
1 Gebauer – 23 Reiter, 28 Reifeltshammer, 14 Riegler – 18 Hinum, 20 Hadzic, 6 Schicker (Schreiner 74.) – 16 Meilinger, 22 Zulj, 13 Grössinger – 9 Guillem (Carril 57.).
Ersatz: Lucic, Ziegl, Rensch, Baumgartner, Burghuber.
RZ Pellets WAC spielte mit:
1 Dobnik – 26 Sollbauer, 28 Solano, 17 Jovanovic, 7 Baldauf –22 Stückler (De Paula 63.), 10 Liendl, 11 Jacobo (Topcagic 75.), 27 Polverino, 3 Kerhe – 9 Rivera (Falk 84.).
Ersatz: Knaller, Suppan, Thonhofer, Messner.
SR: Lechner
Zuseher: 5.000
