Spielbericht: WAC 0:1 Austria Wien

Thomas Maurer am 2012-07-26

Geglückter Saisonstart für die Veilchen gegen mutige Wolfsberger.

86 Minute: Falscher Einwurf!

Der Reihe nach. Nun war es endlich soweit. Auch der WAC und die Wiener Austria starteten schlussendlich in die neue Saison der österreichischen Fußball Bundesliga.

Nach der Absage vom vergangenen Samstag - zur Erinnerung,  der Platz in Wolfsberg glich eher einer „Gatsch-Lacke“ - konnte nun auf einem trockenen, satten Grün gespielt werden.

Der Aufsteiger aus Kärnten verstärkte sich unter Anderem mit Ex-Veilchen Michael Liendl und hat somit auch einen ehemaligen Violetten als Insider in den eigenen Reihen. Die Austria wiederum setzt viele Hoffnungen in den slowenischen Neuzugang und Nationalspieler Dare Vrsic sowie den wieder eingekehrten offensiven Spielstil.

Die Wolfsberger begannen die erste Hälfte engagiert und frech. Schon in der zweiten Minute prüfte Polverino mit einem Distanzschuss Heinz Lindner. Die Violetten starteten ihre Bemühungen in den ersten Minuten fast ausschließlich über die linke Seite. Jun und Suttner waren in dieser Phase die Hauptakteure. Mit Fortlauf der ersten Spielhälfte kamen die Wiener jedoch immer besser ins Spiel und generierten auch immer wieder gefährliche Situationen vor dem Tor der Kärntner.

Minute 24 - Aufreger Nr. 1:

Nach einer schönen Flanke auf den alleinstehenden Falk, mischte sich Dilaver in die Situation ein und schob den Kärntner Stürmer ein paar Zentimeter nach vorne. Falk und die Wolfsberger Fans reklamieren einen Elfmeter – zu Recht? - Das ist wohl eine der mindestens 500 strittigen Situationen in einer Spielsaison.

Kurz danach fanden die Violetten die größte Chance der Anfangszeit vor. In der 27. Minute bediente Mader mit einer perfekten Flanke Linz, dieser erwischt den Ball nicht und bringt so (eher unabsichtlich) Gorgon in eine gute Position, von wo dieser mit einem scharfen Schuss abschloss. Torhüter Dobnik kann diesen Schuss zwar kurz abwehren, jedoch direkt vor die Beine von Jun. Dessen Schuss kann abermals gehalten werden.

In weiterer Folge hatten die Wiener mehr vom Spiel und begannen auch Selbiges zu gestalten. Dare Vrsic kam noch nicht wirklich in die Partie – man merkt, dass sich das Team und der slowenische Kreativgeist noch finden müssen.

Die zweite Halbzeit begann dann ähnlich wie die erste. Der WAC spielte mit Engagement und Herz, kämpfte und versuchte. Die Wiener agierten zunehmend unkonzentriert, attackierten spät und öffneten so die Räume für weitere Offensivaktionen der Kärntner.

In Minute 57 scheiterte  Kerhe knapp mit einem Schuss über die Latte, nur zwei Minuten später scheiterte Vrsic mit einem Flachschuss an Jovanovic, der den Ball gerade noch klären konnte.

Roland Linz ist, genau so wie in der ersten Hälfte, nicht im Spiel bzw. nicht gefragt.

Linz selbst konnte relativ wenig dafür, ebenso der für ihn eingewechselte Kienast, welcher sich zwar etwas umsichtiger zeigte, jedoch auch relativ wenig qualitativ Wertvolles aus dem Mittelfeld bekam.

Das Spiel wird zu dieser Phase zunehmend hektischer, Wolfsberg bleibt jedoch weiterhin engagiert. Ex-Austrianer Liendl hatte in Minute 68 noch eine super Möglichkeit, bugsierte den Ball jedoch klar über das Tor.

In weiterer Folge fand ein offener Schlagabtausch statt... bis...

Minute 76 – Tor für die Austria & Aufreger Nr. 2:

Torhüter Dobnik kann einen Gorgon-Schuss kurz klären, Kienast verfehlt daraufhin, der hinter ihm lauernde Jun verwertete aber knochentrocken zum 0:1. Wo war der Aufreger? Der Zweikampf Dobnik gegen Kienast  - Ersterer fühlte sich beim klären „behindert“ weil Zweiterer  mit den Armen etwas zu weit oben war. Knifflig, strittig, doch in der Ansicht der meisten Wolfsberger Fans, klare Behinderung.

Notiz am Rande: Die Fans der Kärntner fühlten sich, wenn man die Geräuschkulisse als Indikator nimmt, generell ziemlich „betrogen“.

Die Minute 86 zum Schmunzeln: Markus Suttner ist seit langem einer der besten Violetten – eines sollte er aber noch besser üben – einwerfen.

Sei`s wie`s sei – Die Austria feierte einen glücklichen Sieg zum Saisonauftakt, die Wolfsberger können sich wenig vorwerfen. Willkommen in der Bundesliga! 

Die besten Spieler: Kerhe, Liendl, Polverino bzw. Jun, Gorgon und Suttner